Gesellschaft

Mit Depressionen durch die Stadt: „Wenn sich Dein Freund wie Ludwigshafen fühlt.“

Manchmal gibt es Momente in Deinem Leben, in denen Du dich auf Nichts freuen kannst. Die Welt erscheint Dir grau, Du bist niedergeschlagen und würdest Dich am Liebsten in deine eigenen 4 Wände zurückziehen, ganz allein. Das mag an der Gesamtsituation liegen, am schlechten Wetter, einer private Enttäuschung oder einem Karriereknick in Deinem Lebenslauf. Kleine Krisen oder Rückschläge gehören zu fast jedem Menschenleben dazu, es kann Dich stärken, wenn Du diese Krise selbstständig überwinden kannst. Du fühlst Dich zwar an diesen Tagen einfach, als wenn Du mit leichten Kopfschmerzen noch einen Weg in die graue regnerische Bismarckstraße laufen musst, um ein paar Schmerztabletten zu holen. Das ist normal und sollte auch wieder vorbei gehen.

Allerdings gibt es aber die Momente, bei denen Du merkst, dass sich Dein Freund, Dein Partner oder ein Familienmitglied so verändert, dass Du das Gefühl hast, dass ihm Etwas auf der Seele lastet, was sich für Dich nach einer Depression anfühlen könnte. Spricht diese Person an!

Gratulation: Du bekommst 100 Punkte, denn Du hast erkannt, dass diese Person in Deinem Umfeld Hilfe benötigt. Doch anstatt eines Preises, welches du für die 100 Punkte erhältst, bekommst Du die Gewissheit, dass da eventuell ein kleines Stück Arbeit auf Dich zukommen könnte. Doch diese Arbeit kann sich durchaus lohnen.

Wir werden uns in einer kleinen Reihe mit dem Thema Depressionen in Ludwigshafen widmen. Denn entgegen der allgegenwärtigen Meinung ist dieses Thema hochaktuell. Die Betroffenenzahlen steigen genauso, wie die Wartezeiten bei helfenden Stellen. Die aktuellen pandemiebedingten Einschränkungen haben die zuvor bereits angespannte Situation noch verschärft.

Weiterhin fehlt Betroffenen oftmals die Kraft, sich eine Depression selbst einzugestehen, ihnen fehlt die Kraft die richtigen Anlaufstellen zu finden oder sich bekannten Menschen anzuvertrauen.

Ob es die Einsamkeit im Alter ist, Mobbing auf der Arbeit oder der Schule, die fehlende finanzielle Absicherung für die Zukunft, für Betroffene wirkt eine von außen betrachtete leichte Lösung des Problems oft nicht erreichbar.

Aber es gibt sie, die Hilfestellungen (Ärzte / Therapeuten) die Betroffene unterstützen wollen und können, unkompliziert, anonym, ohne Vorurteile zu haben. Denn diese Hilfestellen sind dafür da und es sind viele, ganz viele (nach unserer Recherche gibt es mindestens 14 DIN-A4-Seiten für die gesamte Vorderpfalz, wobei über 3 Seiten davon in Ludwigshafen tätig sind.)

Doch wie fühlt es sich an, eine Depression zu haben? Und wie kann ich Menschen helfen, wenn sie an einer Depression leiden?

Natürlich ist es möglich, dass helfende Personen einen depressiven Menschen begleiten und unterstützen können, einen Weg aus der Depression, der Isolation und der Hilflosigkeit zu finden. Dabei liegt die Verantwortung jedoch beim Betroffenen selbst. Der Helfende darf dabei nicht selbst krank werden. Dazu werden wir später (in einem anderen Beitrag noch eingehen).

Also wie fühlen Sie sich an, die Depressionen? Wie ist es, wenn man sich „wie Ludwigshafen fühlt“? Wir haben unter den im Anschluss aufgeführten Links (Videos) vereinfachte Beispiele zusammengestellt, welche für Nichtbetroffene einen kleinen Einblick in diese Krankheit zu erhalten. Es ist halt kein gebrochenes Bein.

Mein Schwarzer Hund (als Video)

Laut gedacht mit Torsten Sträter – Torsten Sträter über seine Depression

Chez Krömer – Kurt Krömer im Gespräch mit Torsten Sträter über eigene Depressionen

Wir werden das Thema begleiten.

HILFEN:

Überregionale Hilfestellen:

Hier sind Menschen, die dafür ausgebildet sind, Ihnen zuzuhören. Dieses erfolgt anonym und sind teilweise 24h erreichbar. Hier gibt es auch ein Krisentelefon für Kinder und Jugendliche.
https://www.deutsche-depressionshilfe.de/krisentelefone

Regionale Hilfestellen:

Das Krisentelefon ist ein wohnortnahes Angebot für Menschen in Lebenskrisen und Menschen mit psychischen Erkrankungen, die telefonischen Rat oder Hilfe benötigen, wenn andere nicht erreichbar sind. In der Region Ludwigshafen, Frankenthal, Rhein-Pfalz-Kreis, Speyer, Neustadt und Landkreis Bad-Dürkheim bietet es erfahrene Ansprechpartner für Betroffene und Angehörige.

Unter der Telefonnummer 0800 – 220 330 0 ist das Krisentelefon für psychisch kranke Menschen und ihre Angehörigen erreichbar die in starken Belastungssituationen einen Gesprächspartner suchen.

  • Montag bis Freitag von 17 bis 23 Uhr
  • Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 8 bis 23 Uhr


Auch dieses Angebot ist kostenlos. Die Gespräche werden streng vertraulich und anonym behandelt.
https://bus.rlp.de/detail?pstId=200837671

Städtische Hilfestellen in Ludwigshafen:
Hier sind vorwiegend die Hausärzte zu nennen, welche die richtigen Anlaufstellen kennen.

Weiterhin betreibt die Stadt Ludwigshafen (zusammen mit dem Rhein-Pfalz-Kreis) den sozialpsychiatrischen Dienst. Dieser befindet sich zentrumsnah am Europaplatz 5. Hier können Ihnen auch unkompliziert Anlaufstellen genannt werden.

Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis
Sozialpsychiatrischer Dienst
Europaplatz 5
67063 Ludwigshafen
Telefon: 0621 5 90 92 13

in akuten Lagen:
Sollten Sie gerade erhebliche Probleme und Sorgen haben (auch mit eingehenden Suizidgedanken), finden Sie in jedem Krankenhaus die Möglichkeit, dass Ihnen geholfen wird.
In Oggersheim befindet sich ebenfalls das Krankenhaus „Zum Guten Hirten“

Krankenhaus „Zum Guten Hirten“
Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 7
67071 Ludwigshafen
Telefon: 0621 68 15 00

Sollten Sie Bedenken haben und lieber außerhalb von Ludwigshafen eine Anlaufstelle brauchen, dann finden Sie im schönsten Vorort von Ludwigshafen (Mannheim) am Zentralinstitut für seelische Gesundheit eine 24h – Notfallambulanz. Auch wenn dieser Notdienst für niedergelassene Ärzte, Einsatzkräfte und Polizei vorgesehen ist, können Sie sich dort auch direkt vorstellen.

Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim
J 5 (Eingang neben Haupteingang)
68159 Mannheim

Telefon Notdienst: 0621 1703-7777








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